Batteriespeicher-Rechner: Amortisation & Ersparnis
Rechnet sich die Batterie zur PV-Anlage? Ehrlich gerechnet.
Noch unsicher? Starte mit einem Beispiel und pass es danach an:
Was kostet dein Stromspeicher?
Der Preis inklusive Installation. Im Paket mit der PV-Anlage ist er meist günstiger.
Tipp oben: Wähle 5/8/12 kWh als Startwert und pass den Preis an dein Angebot an.
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Kurz gesagt: Ein Batteriespeicher amortisiert sich bei 400 bis 600 € pro kWh Kapazität meist nach 6 bis 8 Jahren, wenn er zu deinem Verbrauch passt. Ist er zu groß oder brauchst du abends wenig Strom, dauert es 10 Jahre und länger. Über 700 € pro kWh wird es knapp, denn die meisten Speicher haben 10 Jahre Garantie.
Amortisation Batteriespeicher: Tabelle nach Preis pro kWh
Beispiel 10-kWh-Speicher, 37 ct Strompreis mit 3 % Steigerung im Jahr, 7,7 ct entgangene Einspeisevergütung. Entscheidend ist neben dem Preis, wie oft der Speicher im Jahr voll genutzt wird:
| Preis pro kWh | Speicher kostet | Passend ausgelegt (2.300 kWh/Jahr) | Zu groß (1.500 kWh/Jahr) |
|---|---|---|---|
| 400 € | 4.000 € | 5,5 Jahre | 8,0 Jahre |
| 500 € | 5.000 € | 6,7 Jahre | 9,7 Jahre |
| 600 € | 6.000 € | 7,8 Jahre | 11,2 Jahre |
| 700 € | 7.000 € | 8,9 Jahre | 12,8 Jahre |
| 800 € | 8.000 € | 10,0 Jahre | 14,2 Jahre |
400 €
- Speicher kostet
- 4.000 €
- Passend ausgelegt (2.300 kWh/Jahr)
- 5,5 Jahre
- Zu groß (1.500 kWh/Jahr)
- 8,0 Jahre
500 €
- Speicher kostet
- 5.000 €
- Passend ausgelegt (2.300 kWh/Jahr)
- 6,7 Jahre
- Zu groß (1.500 kWh/Jahr)
- 9,7 Jahre
600 €
- Speicher kostet
- 6.000 €
- Passend ausgelegt (2.300 kWh/Jahr)
- 7,8 Jahre
- Zu groß (1.500 kWh/Jahr)
- 11,2 Jahre
700 €
- Speicher kostet
- 7.000 €
- Passend ausgelegt (2.300 kWh/Jahr)
- 8,9 Jahre
- Zu groß (1.500 kWh/Jahr)
- 12,8 Jahre
800 €
- Speicher kostet
- 8.000 €
- Passend ausgelegt (2.300 kWh/Jahr)
- 10,0 Jahre
- Zu groß (1.500 kWh/Jahr)
- 14,2 Jahre
2.300 kWh im Jahr entsprechen rund 230 vollen Ladezyklen, 1.500 kWh rund 150. Lade- und Entladeverluste von etwa 10 % sind nicht eingerechnet: Ziehst du sie ab, dauert es knapp ein Jahr länger (500 €/kWh: 7,3 statt 6,7 Jahre). Für 5, 8 oder 12 kWh ändern sich die Jahre bei gleichem Preis pro kWh kaum.
Das deckt sich mit der Faustregel von Finanztip: höchstens 600 € pro kWh Speicherkapazität. Darüber rechnet sich der Speicher nur noch, wenn er sehr gut ausgelastet ist.
Zwei Amortisationszeiten: Speicher allein oder PV-Anlage mit Speicher
Viele Angebote nennen nur eine Zahl, und die meint oft etwas anderes, als du denkst:
- Der Speicher allein: Wann haben die zusätzlich selbst genutzten kWh den Speicherpreis eingespielt? Im Beispiel (10 kWh, 5.000 €) nach 6,7 Jahren. Diese Zahl brauchst du für die Frage „Speicher ja oder nein?“.
- Das Gesamtpaket: Wann hat sich PV-Anlage plus Speicher bezahlt gemacht? Eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für 21.000 € braucht 8,9 Jahre, ohne Speicher 10,2 Jahre. Die Rechnung dazu steht im PV-Amortisationsrechner.
Die Paket-Zahl sieht gut aus, weil die PV-Anlage den größten Teil trägt. Ein überteuerter Speicher kann sich darin verstecken. Prüfe ihn deshalb immer einzeln mit diesem Rechner.
Was die Amortisation des Speichers verändert
Ausgangsfall: 10 kWh für 5.000 €, 2.300 kWh mehr Eigenverbrauch im Jahr, 6,7 Jahre.
- Strompreis steigt nicht: 7,4 Jahre.
- Günstiger Stromtarif (30 statt 37 ct): 8,4 Jahre. Je billiger dein Netzstrom, desto weniger bringt der Speicher.
- Ältere Anlage mit 12,3 ct Vergütung: 7,6 Jahre, mit 25 ct Vergütung 11,7 Jahre. Hohe alte Vergütungssätze machen jede gespeicherte kWh weniger wert.
- Anlage nach 20 Jahren (Ü20): Nach dem Ende der EEG-Vergütung gibt es für eingespeisten Strom nur noch den Marktwert von wenigen Cent. Gerechnet mit 0 ct sind es 5,5 Jahre. Jede gespeicherte kWh ist dann fast den vollen Strompreis wert, deshalb lohnt sich Nachrüsten hier besonders.
- Mit Wärmepumpe oder E-Auto: Mehr Verbrauch am Abend hält den Speicher besser ausgelastet. Das bringt dich in die linke Spalte der Tabelle.
Die ehrliche Speicher-Rechnung: Strompreis minus Einspeisevergütung
Viele Speicher-Rechnungen schummeln, indem sie jede gespeicherte Kilowattstunde mit dem vollen Strompreis bewerten. Korrekt ist: Wert pro kWh = Strompreis − Einspeisevergütung, denn ohne Speicher hättest du den Überschuss vergütet eingespeist. Bei 37 Cent Strompreis und 7,7 Cent Vergütung bringt jede verschobene Kilowattstunde also rund 29 Cent – und genau so rechnet dieser Rechner.
Der wichtigste Eingabewert ist der zusätzliche Eigenverbrauch durch den Speicher: realistisch sind nutzbare Kapazität × 200–250 Zyklen pro Jahr. Steigende Strompreise verbessern die Rechnung Jahr für Jahr – die Einspeisevergütung bleibt dagegen 20 Jahre fix. Ob sich zuerst die Anlage selbst rechnet, zeigt der PV-Amortisationsrechner.
Speicher nachrüsten: was du vorher prüfen solltest
- Wechselrichter: Ein Hybrid-Wechselrichter kann den Speicher oft direkt anbinden. Sonst brauchst du einen AC-gekoppelten Speicher mit eigenem Wechselrichter, das kostet mehr.
- Einspeisevergütung: Bei älteren Anlagen mit hoher Vergütung bringt jede gespeicherte kWh weniger, weil du auf die höhere Vergütung verzichtest. Trag deinen echten Satz oben ein.
- Mehrwertsteuer: Auch nachgerüstete Speicher an einer PV-Anlage sind mit 0 % Umsatzsteuer begünstigt.
- Größe: Lieber etwas kleiner als zu groß. Den zusätzlichen Eigenverbrauch schätzt du mit nutzbarer Kapazität × 200 bis 250 Zyklen pro Jahr.
Ob sich die Anlage mit Speicher insgesamt schneller rechnet, zeigt das Beispiel im PV-Amortisationsrechner.
Häufige Fragen
Wann amortisiert sich ein Batteriespeicher?▾
Bei heutigen Preisen um 500 € pro kWh Kapazität oft nach 6 bis 10 Jahren, je nachdem, wie gut er ausgelastet ist. Beispiel: Ein 10-kWh-Speicher für 5.000 €, der im Jahr 2.375 kWh zusätzlich selbst nutzbar macht, spart bei 37 ct Strompreis und 7,7 ct Vergütung rund 700 € im ersten Jahr und hat sich mit steigenden Strompreisen nach etwa 6,5 Jahren bezahlt gemacht. Teurere Speicher oder ein niedriger Tagesverbrauch verlängern das deutlich.
Wie viel darf ein Batteriespeicher kosten?▾
Finanztip rät zu höchstens 600 € pro kWh Speicherkapazität. In unserer Rechnung amortisiert sich ein gut ausgelasteter 10-kWh-Speicher bei 600 €/kWh nach 7,8 Jahren, bei 800 €/kWh erst nach 10 Jahren. Ist er zu groß, dauert es bei 800 €/kWh über 14 Jahre.
Lohnt sich ein Speicher, wenn die Einspeisevergütung ausläuft?▾
Meist ja. Nach 20 Jahren endet die EEG-Vergütung, danach gibt es für eingespeisten Strom nur noch den Marktwert von wenigen Cent. Jede gespeicherte kWh ist dann fast den vollen Strompreis wert. Ein 10-kWh-Speicher für 5.000 € amortisiert sich in unserer Rechnung dann nach etwa 5,5 Jahren.
Werden Batteriespeicher 2026 billiger?▾
Die Preise sind in den letzten Jahren stark gefallen. Laut Verbraucherzentrale kostet ein installierter Heimspeicher heute etwa 300 bis 700 € pro kWh, im Paket mit einer neuen PV-Anlage eher am unteren Ende. Ob es weiter nach unten geht, kann niemand sicher sagen. Warten lohnt sich nur, wenn der Speicher sich heute nicht innerhalb seiner Lebensdauer rechnet.
Warum lohnt sich ein Stromspeicher manchmal nicht?▾
Typische Gründe: ein zu großer Speicher, der im Winter kaum voll wird, ein niedriger Verbrauch am Abend, ein hoher Preis pro kWh und Rechnungen, die jede gespeicherte kWh mit dem vollen Strompreis bewerten. Richtig ist Strompreis minus entgangene Einspeisevergütung. Als grobe Größe gilt: etwa 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.
Lohnt sich ein Stromspeicher finanziell?▾
Oft erst bei günstigen Speicherpreisen: Jede gespeicherte Kilowattstunde bringt nur die Differenz zwischen Strompreis (~37 ct) und entgangener Einspeisevergütung (7,7 ct), also rund 29 Cent. Bei Preisen unter ca. 600 €/kWh nutzbarer Kapazität und hoher Auslastung klappt die Amortisation innerhalb der Lebensdauer – der Rechner zeigt es ehrlich.
Wie viel zusätzlichen Eigenverbrauch bringt ein Speicher?▾
Als Faustregel kann ein passend dimensionierter Speicher den Eigenverbrauchsanteil von ~30 % auf 55–70 % heben. In kWh: nutzbare Kapazität × ca. 200–250 Vollzyklen pro Jahr – ein 8-kWh-Speicher verschiebt also grob 1.600–2.000 kWh jährlich.
Wie lange hält ein Batteriespeicher?▾
Moderne LiFePO4-Speicher schaffen 6.000+ Ladezyklen und sind auf 15–20 Jahre ausgelegt; üblich sind 10 Jahre Garantie. Rechnet sich der Speicher erst nach 15+ Jahren, ist das Risiko entsprechend hoch.
Speicher gleich mitkaufen oder nachrüsten?▾
Im Paket mit der PV-Anlage ist der Speicher meist günstiger (gemeinsame Installation, 0 % MwSt.). Nachrüsten lohnt vor allem, wenn die Speicherpreise weiter fallen oder dein Verbrauch steigt (E-Auto, Wärmepumpe).
Quellen & Stand der Werte
Zuletzt geprüft: 19.10.2026- Strompreis Haushalt (Durchschnitt): Laut BDEW zahlen Haushalte mit 3.500 kWh Verbrauch 2026 im Schnitt 37,0 Cent pro kWh. Neue Tarife liegen laut Verivox eher bei rund 31 Cent, ein Tarifwechsel lohnt sich also oft. Quelle: BDEW-Strompreisanalyse 08/2026, geprüft am 19.10.2026.
- Preis Batteriespeicher: Speicher ab 5 kWh kosten mit Installation etwa 300 bis 700 Euro pro kWh Kapazität, kleine Speicher sind pro kWh teurer. Quelle: Verbraucherzentrale, geprüft am 19.10.2026.
- Einspeisevergütung Teileinspeisung bis 10 kWp: Bei Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 bekommst du für den Anlagenteil bis 10 kW 7,70 ct/kWh, wenn du einen Teil deines Stroms selbst nutzt. Der Satz gilt 20 Jahre. Quelle: Bundesnetzagentur, Fördersätze für Solaranlagen, gilt bis 31.12.2026, geprüft am 19.10.2026.
- Umsatzsteuer auf PV und Speicher: Auf Module, wesentliche Komponenten und Speicher für Wohngebäude zahlst du 0 Prozent Umsatzsteuer, inklusive Installation. Quelle: § 12 Abs. 3 UStG, geprüft am 19.10.2026.
Wir prüfen Preise, Fördersätze und Gesetzesänderungen regelmäßig und passen die Standardwerte der Rechner an. Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Bedingungen der jeweiligen Förderstelle bzw. deines Anbieters.